Gerhard Flieher

 

 

Das Tor der Hoffnung

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit, weinen hat seine Zeit.

Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon. Gott hat alles schön gemacht, zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in unser Herz gelegt nur daß der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.

Was gibt es Besseres als fröhlich zu sein und sich gütlich tun in seinem Leben. Denn ein Mensch, der da ißt und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.

Doch, versinkt der Tag im Nebel, sei nicht betrübt, schenk ein den Wein, den holden! Wir wollen uns den grauen Tag Vergolden, ja vergolden! Und wimmert Dein Herz ganz stark, stoß an und laß es klingen! Wir wissen's doch, ein rechtes Herz ist gar nicht umzubringen. Wohl ist es kalt und trüb; doch warte nur; doch warte nur ein Weilchen! Die Sonne kommt, der Himmel lacht, es steht die Welt in Veilchen.

 

 

 

Über den Autor:

Obwohl er seit Jahren mein persönlicher guter Freund ist und ich auch bisher schon Gutes und Weises von ihm las, war ich dennoch überrascht, als er mir nun am 12. Jänner dieses Gedicht schickte. Es atmet etwas Unvergängliches, das alle Zeiten und Räume zu überbrücken versteht.
Ich kenne Gerhard als ayurvedischen Therapeut (Ayurveda ist die "Wissenschaft vom Leben", das älteste systematische Gesundheitssystem der Menschheit aus der vedischen Hochkultur des alten Indien). Als solcher pendelt er fleißig zwischen Regensburg, Ried im Innkreis und Schloß Pichlarn in der Steiermark. Gerhard ist knapp über dreißig, begeisterter Tennisspieler und lebt in der Nähe von Schärding.

Copyright: Gerhard Flieher

 

Home  Lyrix Fabeln Texte Galerie Kontakt