Lebendspende - Liebesspende

 
Im Jahr 1967 hat mir meine Frau ihr Herz geschenkt. Dreißig Jahre später schenkte sie mir auch eine ihrer beiden Nieren.“ 




   
  

        Als ich im Juni 1993 nach eineinhalb Jahren Dialyse zum ersten Mal transplantiert wurde, schrieb ich einige Wochen nach der Spitalsentlassung für das deutsche "Diatra-Journal" eine kleine Geschichte darüber. Darin kam die große Dankbarkeit gegenüber dem unbekannten Spender und gegenüber der Medizin zum Ausdruck, die ein derartiges „Wunder“ ermöglicht. Etwa vier Jahre lang sollte ich ein wieder fast gesundes Leben führen können.

       Leider stellte das kostbare Organ seine Tätigkeit nach dieser Zeit allmählich wieder ein. Das krankmachende Muster war noch vorhanden. Die urämischen Symptome (ständige Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Übelkeit) schmerzten diesmal seelisch noch mehr als zuvor. Ich trat den Gang zur Maschine zwar freiwillig früher an, als die Ärzte dies verlangten, wurde das Gefühl einer furchtbaren Niederlage aber lange nicht los. Nach einem halben Jahr Dialysepflicht stellten sich zudem sehr unangenehme Begleiterscheinungen ein; vor allem ein Juckreiz, der mir große Qualen bescherte. Es vergingen kaum 10 Sekunden am Tag, wo ich mich nicht irgendwo am Körper kratzen musste. Nach mehreren Monaten wirkte sich diese eigentlich banale Erscheinung  belastender aus als alle anderen Unannehmlichkeiten zusammen.

      Am 16.September 1999 bekam ich im AKH Linz neuerlich eine Niere eingesetzt. Diesmal kannte ich den Spender: es war meine eigene Frau!

      Und es war eine völlig anderes Geschehen, auch wenn der Eingriff medizinisch gesehen derselben Routine folgte.  Beim ersten Mal erschien mir die erfolgte Transplantation eher eine „Reparatur“ am Ausscheidungssystem meines Körpers gewesen zu sein – das zweite Mal war es die Entgegennahme eines bewusst gegebenen Geschenks.  Ein Stück aus dem Körper jenes wunderbaren Menschen, der mir über dreißig Jahre die Treue hält. Vom Spender meines ersten Transplantats wusste ich nur, dass es ein Mann war, ca. acht Jahre jünger als ich – und hirntot. Ich fühlte diesem Unbekannten gegenüber große Dankbarkeit, ein Gefühl, das fast alle Transplantierten mit mir teilen. Dieser Mann hätte sein Leben lang einer Organspende widersprechen können, wenn er die Entnahme wirklich nicht gewollt hätte. Es geschah also nicht gegen seinen Willen und darf gleichfalls als Spende gewertet werden.

       Bei einer Lebendspende ereignet sich etwas völlig anderes: etwas Bewusstes, etwas - im wahrsten Sinn des Wortes – sehr Inniges! Die neue Niere stellt nicht nur ein Organ dar, das nun verschiedenste lebenswichtige Aufgaben für mich erfüllt und mir einen enormen Gewinn an Lebensqualität bringt, sondern ist ein im wahrsten Sinn des Wortes lebendiges Zeichen der Liebe! In einer Zeit, in welcher das Ego der Maßstab aller Dinge geworden ist, ließ diese wunderbare Frau ihren gesunden Körper aufschneiden und sich ein unersetzbares Organ entnehmen, um mir mit ihrer eigenen Lebenskraft die Möglichkeit zu einem selbständigen Leben ohne Maschine zu schenken.

      
Rosi, mit der ich seit 1967 verheiratet bin, möchte so wenig Aufhebens wie möglich von ihrer Spende machen. Als sich im August 1999 Frau Reingard Diermayr vom „ORF-Report“  in meinem Internet-Briefkasten meldete und nachfragte, ob sie einige Aufnahmen für einen Beitrag machen könne, stimmte meine Frau  nur zu, wenn sie dabei im Hintergrund bleiben dürfe. Es war übrigens reiner Zufall, dass wir zum Zeitpunkt dieser Anfrage vor einer so genannten „Lebendspende“ standen. Die ORF-Redakteurin hatte die Adresse einfach mittels einer Suchmaschine gefunden, als sie für einen Beitrag zum Thema Dialyse und Transplantation recherchierte und auf meine homepage stieß. Sie freute sich natürlich darüber, dass sie auf diese Weise gleich einen derartig seltenen Fall vor ihre Linse bekommen würde.
       Der Beitrag für den ORF-Report ist Frau Diermayr, die mit einem Kameramann und einem Assistenten gleich noch in derselben Woche angereist kam, hervorragend gelungen. Obwohl es nur einer von mehreren Beiträgen war und wir vielleicht nur acht oder zehn Minuten im Bild waren, sprachen uns in der Folge viele Leute darüber an. Das Thema und auch die einfühlsame Darstellung der Redakteurin hatte viele berührt und war nicht so einfach vorbeigerauscht wie die sonstige mediale Alltagskost. Sogar jetzt noch erinnern sich manchmal Leute daran, denen wir unser kleines „Geheimnis“ anvertrauen.

      Ich erzähle bei Vorträgen und in prviatem Kreis gern (am 10.3.2014 auch bei der Karlich-Show im Fernsehen) von der großen Liebesspende meiner Frau und freue mich sehr, wenn sie dafür bewundert wird. Gott sei Dank ist sie bisher auch von Schwierigkeiten irgendwelcher Art völlig verschont geblieben. Sie verspürt in der Tat  nicht die geringsten Probleme und war seit ihrer Nierenspende noch keinen Tag krank. Ihre verbliebene Niere hat die Aufgabe der zweiten vollständig übernommen. Rosi ist gesund wie eh und je; vielleicht sogar noch stabiler: In den gut vier Jahren seit der Organentnahme hat sie nicht einmal eine Erkältung gehabt….  

Zum Einstand – Probleme

Was mich betrifft, so ist die Sache anfangs leider nicht so anstandslos und glatt verlaufen wie bei der ersten Transplantation. Genau gesagt musste ich insgesamt viermal operiert werden und befand mich gut zwei Monate als stationärer Gast in einem Einzelzimmer des AKH Linz. Dass ich die Niere schließlich behalten konnte, war laut Professor Biesenbach, dem Vorstand der Internen II, ein medizinisches Wunder. Mich ereilten nämlich Komplikationen, welche einem Neutransplantierten nur äußerst selten widerfahren. Eine Hiobsbotschaft löste die andere ab, die Sorge um das wertvolle Organ wuchs von Woche zu Woche.

Eine Woche nach der von Professor Dr. Peter Brücke durchgeführten Transplantation musste infolge einer etwa faustgroßen Raumforderung hinter der Niere (der Chirurg Dr.Christoph Groß sprach von einer rötlich breiigen Masse) das kostbare Organ wieder entnommen und nach gründlicher Ausräumung neu eingesetzt werden. Eine Woche nach diesem  zweiten Eingriff starb das Gewebe des Nierenbeckens ab. Das daraufhin entstandene „leak“  war trotz weiterer zwei Operationen nicht dicht zu bekommen. Professor Biesenbach telefonierte in ganz Europa mit Kollegen, um eine mögliche Gangart herauszufinden, die Niere zu retten. In Berlin wurde er fündig. Dort hatte man das Nierenbecken nach ähnlichen Problemen mit einem Darm versteppt und solchermaßen dicht bekommen. Eine fünfte Operation wurde anberaumt. Die Chancen standen nicht gut; mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 ; 50 müsse ich mit einer Entfernung des Organs rechnen. Zuvor aber befragte man noch die Urologen im eigenen Haus. Das war mein Glück!

       Dem Urologen Dr. Helmut Heidler, der unmittelbar vor dem schon anberaumten Eingriff  beigezogen worden war, gebührt zusammen mit seinem Team der Urologischen Abteilung des AKH Linz das Verdienst, mein wertvolles Geschenk gerettet zu haben.  Mit Hilfe einer alten Technik, wie sie vor Aufkommen der Nierensteinzertrümmerer angewandt wurde, ermöglichte man in wochenlanger geduldiger Behandlung unter Verwendung von Splints und einer speziellen Ableitungsmethode durch die Bauchdecke auf diese sanfte Art und Weise  die Selbstheilung des Nierenbeckens.

 Entscheidend ist, dass die Sache letztlich gut ausgegangen ist und ich jetzt nur noch alle Monate einmal zur Kontrolle muss, wie die meisten anderen Nachsorgepatienten auch. So völlig sicher wie mit der ersten „geborgten“ Niere fühle ich mich allerdings erst seit etwa einem Jahr. Wenn die Narben bei Wetterwechsel ziehen, befällt mich ein wenig auch immer die Angst, es könnte etwas passiert sein unter der Bauchdecke. Im Juni 2000 war ein weiterer Eingriff nötig geworden, um einem plötzlich aufgetretenen Verschluss des Harnleiters zu begegnen. Eine Virusinfektion konnte relativ rasch beherrscht werden.  Meine im Hintergrund nie ganz verschwundene Bangigkeit mag aus all diesen Gründen verständlich sein; für meine Gesundheit ist sie jedoch, wie alle Psychologen bestätigen werden, sicherlich nicht günstig.

Wer mich während der 9 Wochen im AKH besuchte, musste sich "maskieren", wie hier Tochter Helga mit Engeltochter Julia....

Meine Frau erlebte jede Entwicklung mit - wie kein anderer Mensch dies vermöchte; und auch ich fühle mich ihr näher als je zuvor. Sie litt damals bei den ständigen Hiobsbotschaften aus dem Krankenhaus, aus dem sie ja selbst noch nicht lange entlassen war, ganz besonders. Denn sie dachte, sie hätte durch ihre Spende das alles gewissermaßen "verschuldet". Eine schwierige Situation, denn Gedanken und Gefühle gehorchen einander nicht immer! Nach neuen Wochen wurde ich zu ihr nach Hause entlassen, für fünf Wochen allerdings noch mit einem Blasenkatheter samt Säckchen versehen....

Vom AKH Linz wurde übrigens eine medizinische Arbeit zu meinem Fall veröffentlicht. Sie kann möglicherweise anderen Patienten in Europa oder wo immer auf der Welt helfen. So hat alles Problematische auch einen nützlichen Aspekt!

Die seelische Seite

           Möglicherweise findet durch das geschenkte Organ ein neuer (zusätzlicher) Informationsfluss auf der Ebene der DNS statt, wo die ganze Geschichte der Vorbesitzerin und in gewisser Weise auch die ihrer Eltern und Großeltern gespeichert ist. Oder kybernetisch ausgedrückt: einem dynamischen Netzwerk lebensrelevanter Informationen wurde von außen ein neuer Input hinzugefügt. Wenn auch das menschliche Genom als entschlüsselt gelten darf, wird man derlei Zusammenhänge naturwissenschaftlich wohl noch lange nicht restlos klären können. Ein Akt der Liebe – das wäre eine Beschreibung, die zwar ebenfalls wissenschaftlich ebenfalls nicht „haltbar“ ist, die aber schlicht und einfach zutrifft: Lebendspende – Liebesspende! Übrigens fühle ich mich den Eltern meiner Frau, auch wenn sie bereits verstorben sind, in einer verblüffenden Weise tatsächlich ebenso zugehörig wie meinen eigenen….

Obwohl wir schon so lange verheiratet sind, hat sich in der Beziehung eine sehr deutlich spürbare Zunahme an Vertrautheit und Zuneigung ergeben. Die Ehe war in all den Jahren natürlich nicht immer unbelastet und unproblematisch gewesen. Dennoch haben wir zusammengehalten, wie es so vielen Paaren ebenfalls gelingt, die nach allen Stürmen und Zweifeln dann in fortgeschrittenerem Alter die Belohnung für ihre Treue erfahren dürfen. Bei uns ist es aber mehr als nur das. Wir haben beide wesentlich dazugewonnen. Neben dem Segen meiner eigenen fast völligen Gesundung freue ich mich ebenso für Rosi, dass sie auf seelischer Ebene mindestens ebenso bereichert wurde. Sie dient vielen anderen Menschen bewusst oder unbewusst zum Vorbild. Wenn ihr Lob und Anerkennung gezollt wird, wehrt sie bescheiden ab und sagt, das hätte doch jeder in dieser Situation getan.


Könnte das wirklich jeder Mensch tun? 

Viele Menschen wachsen über sich hinaus, wenn sie gefordert sind. Das Herz besitzt ungeahnte Reserven. Aber als selbstverständlich darf die Lebendspende wohl nicht gelten. Es hätte auch niemand das Recht, von einem Menschen ein Stück seines Körpers zu fordern, bloß weil er ihm verwandtschaftlich oder durch die Lebensumstände nahe steht. Das Geschenk ist und bleibt ein Geschenk: eines der schönsten und kostbarsten Geschenke, die ein Mensch einem anderen Menschen bereiten kann!
         Wer es am eigenen Körper erfahren durfte, so wie meine Frau und ich, kann dies erst wirklich ermessen und erlebt es täglich an der Innigkeit der Beziehung, die dadurch klarerweise belebt und vertieft wird.

Könnten wir beide die Lebendspende für Nierenpatienten also allen Menschen in ähnlicher Situation uneingeschränkt empfehlen?  Ja und nein. Ich kann nur schildern, wie sie sich in unserem Fall auswirkt. Nicht umsonst fordern die Transplantationsspitäler genaue körperliche Untersuchungen von Empfänger und Spender (meine Frau wurde eine Woche stationär auf Herz und Nieren untersucht!) und darüber hinaus auch eine Beurteilung der seelischen Befindlichkeit beider Beteiligten. Man muss nicht nur möglichen physischen Nachteilen vorbeugen, sondern auch genau prüfen, ob nicht verborgene Spannungen in einer Beziehung lauern, die dann möglicherweise aufbrechen. Garantiescheine gibt es nicht. Aber die werden, wie wir wissen, bei keiner Operation oder sonstigen Behandlung mitgeliefert.

Chirurgisch sind Erleichterungen für den Spender durch die Laparoskopie möglich. Die Niere wird im Körper mit eingeführten Instrumenten unter Beobachtung mittels einer gleichfalls durch eine kleine Öffnung eingebrachten Videokamera von ihren Verbindungen gelöst und dann durch einen kleinen Schnitt, durch den gerade der Arm des Chirurgen passt, aus dem Körper gehoben. Der Eingriff verläuft schonender für den Patienten, erfordert aber enorme chirurgische Geschicklichkeit. In Österreich wird diese Methode meines Wissens derzeit nur in Graz angewandt. Wir zogen nach gründlicher Überlegung die herkömmliche Methode in unserem Heimatkrankenhaus vor.

Ich hatte mich, als wir erstmals gemeinsam die Möglichkeit einer Lebendspende in Erwägung zogen, im Internet fleißig nach Methoden und Erfahrungen umgesehen. Dabei war eigentlich erst zum Vorschein gekommen, dass sich eine Lebendspende medizinisch viel  unproblematischer darstellt, als man früher annahm. Während meiner ersten Dialysezeit am Anfang der Neunzigerjahre dachten wir an eine solche Möglichkeit gar nicht, weil man allgemein annahm, die Gewebsübereinstimmung stelle ein unüberwindliches Hindernis dar. Es hieß, nicht einmal Eltern und Kinder oder Geschwister könnten realistisch daran denken, weil die erforderliche Übereinstimmung der Gewebe nach HLA-Typisierung höchst selten der Fall sei.

Um so angenehmer überraschte es, als ich las, dass auf Grund der inzwischen gemachten Erfahrungen darauf heute kaum noch Wert gelegt wird. Man kann jetzt sogar schon bei nicht übereinstimmenden Blutgruppen transplantieren (induzierte Immuntoleranz). Es ist auch eine Erfahrungstatsache, dass Organe von Lebendspendern deutlich länger ihren Dienst im Körper des Empfängers verrichten als dies bei Organen von hirntoten Personen im Durchschnitt der Fall ist. Eine der Begründungen für die Qualität von Lebendspenden: bei Paaren, die mehrere Jahre zusammenleben, stellen sich die Abwehrsysteme mehr und mehr aufeinander ein; ähnlich wie die Partner selbst, die sich in den Jahren „zusammenraufen“ und vertragen lernen. Ein leichtes Schmunzeln hat uns dabei eine (eigentlich wissenschaftlich ernste) Bemerkung abverlangt, dass dieser Vorgang besonders durch den Austausch von Körperflüssigkeiten gefördert werde. Selbstverständlich spielt hier auch die seelische Seite eine große Rolle. Darum hat Prim. Dr. Löffler schon vor vielen Jahren den Slogan "Lebendspende ist Liebesspende" geprägt.

Noch ein Wort zur Selbsthilfegruppe: Ich gestalte seit 1993 die Zeitung der oö. Vereinigung der Dialysepatienten und Nierentransplantierten "Diaplant Aktuell". Mein Hauptanliegen ist es dabei, gemeinsam mit der Vereinsleitung und den verschiedenen Aktivitäten das Zusammengehörigkeitsgefühl der Nierenpatienten zu stärken, sowie mit aktuellen Neuerungen in unserem Gesundheitsbereich vertraut zu machen. Durch die vielen Kontakte erlebe ich, welch unermesslich große Bedeutung eine erfolgreiche Transplantation für jeden einzelnen Patienten besitzt. Diaplant Aktuell ist online zu lesen auf www.diaplant.com


Das war die Familie 2003.
 

Und hier ist dieselbe Familie im Jahr 2013 zu sehen,
alle
gesund und wohlauf!

 

Das folgende  kleine Gedicht ist kurz nach der Transplantation im Spital entstanden, als Rosi mich täglich besuchte, nachdem sie selbst schon nach Hause entlassen war:
 

Deine Augen, Rosi !

Als du mich heute Nachmittag
im Spital besuchtest
und wir einander gegenüber saßen
an meinem kleinen Tisch,
zog mich eine Frage tief
in die samtene Vertrautheit
deiner Augen hinein.  

Vielleicht erwecktest du den
neugierigen Buben in mir,
weil deine beiden Augen heute
dunkler und tiefer erschienen
als sonst in den mehr als
dreißig Jahren, die wir schon
zusammen leben. 

Die Tür stand weit offen,
du bliebst mir freundlich und fest,
ein tragender Ton,
verhalten schimmernd,
ein Grat aus dunkelbraunem Bernstein,
geformt nach dem ebenmäßigen Bild
deiner ewigen Seele.  

Ich wollte bleiben, da zog mein Blick,
ohne dass ich wusste warum,
sich rasch wieder auf die Außenfläche
deines Gesichtes zurück,
welches, wie von innen erhellt,
in seiner klaren
sanften Wärme strahlte. 

Ein schönes Gesicht voller Güte,
Leben und Liebe -
und eine rasch darüber hinhuschende
Verschämtheit;
wie wenn ein ganz junges Mädchen
unvermutet im Hemdchen
ertappt worden wäre.

 

 

Walter Kiesenhofer, walkie@gmx.at

 

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